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21.09.2016 Uncategorized

JSA Schifferstadt schreibt zusammen mit allen Rheinlandpfälzischen Justizanstalten Geschichte mit nie dagewesener Benefizaktion.

JSA Schifferstadt schreibt zusammen mit allen Rheinlandpfälzischen Justizanstalten Geschichte mit nie dagewesener Benefizaktion.

Im Rahmen des 25. Jährigen Bestehens der JSA Schifferstadt wurde 2016 eine 1 A -IMG_8287außergewöhnliche Benefiz-Radtour entlang aller Justizvollzugsanstalten in Rheinland-Pfalz initiiert. An diesem bemerkenswerten Projekt teilgenommen haben die Anstalten Zweibrücken, Trier, Wittlich, Koblenz, Diez, Rohrbach, Worms, Frankenthal, Ludwigshafen und als Impulsgeber natürlich die JSA Schifferstadt.
In Schifferstadt startete das aufsehenerregende Projekt, um dort nach 690 km vom öffentlichen Interesse begeistert wahrgenommen und gefeiert, wieder über die Ziellinie zu gehen. 69 Bedienstete und 27 Gefangene waren an diesem Teil des sozialen Groß-Events beteiligt und trugen damit zu dem großen Erfolg dieser Aktion bei.
Den krönenden Abschluss der Benefiz-Radtour bildete der sechste Benefizlauf der JSA Schifferstadt. Viele Läuferinnen und Läufer, teilnehmende Gefangene sowie Unterstützer waren gekommen, um gemeinsam für das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen und die Heartracer Stiftung eine sensationelle Summe zu erlaufen. Insgesamt 52 inhaftierte Jugendliche gingen hierbei an den Start. Zwei von ihnen liefen sogar über die Marathon Distanz von 42 km bzw. 106 Runden. Einer der beiden stellte mit 121 Runden einen neuen Haus-Rekord auf.
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Band „Twisted-Spoons“ aus Brühl mit fulminanten Rock-Einlagen. Die talentierten jungen Musiker, die die Sterntaler schon bei vielen anderen Events unterstützt haben, erklärten sich gerne bereit, ohne Gage dieses außergewöhnliche Benefizprojekt zu unterstützen.
Für die verstorbenen Sterntaler-Kinder wurde eine Schweigeminute eingelegt und die Läufer und Mitarbeiter der JSA ließen symbolisch für jedes Kind einen Luftballon steigen.
Anschließend übergab Harry Kern, Initiator des Benefizlaufs und der Benefizradtour den Spendenbetrag von sage und schreibe 13.400 Euro an den Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Sterntaler, Linnford Nnoli, und Katja Schumacher, Gründungsmitglied der Heartracer Stiftung und ehemalige Weltklasse-Triathletin.

 

Harry Kern bedankte sich bei allen Läufern und Radlern, allen teilnehmenden Justizvollzugsanstalten, Kollegen und Kolleginnen, Helfern, Unterstützern, Sponsoren und seinem Chef, Leiter der JSA Schifferstadt Klaus Beyerle, der das Projekt von Anbeginn nach Kräften unterstützt und gefördert hat.
Der Justizvollzug in Rheinland-Pfalz erfüllte mit dieser Benefiztour gleich mehrere Aufträge in einem. Gemeinsam engagierten sich Bedienstete und Gefangene, Seite an Seite, für den guten Zweck, um benachteiligten Kindern und deren Familien zu helfen.
Eine bessere Form der Resozialisierung gibt es nicht.

Bei seiner Dankesrede vor den Initiatoren, Teilnehmern und Unterstützern der Benefizveranstaltung sagte der Leiter der Sterntaler-Öffentlichkeitsarbeit, Linnford Nnoli:
„Die JSA Schifferstadt und alle anderen Rheinlandpfälzischen Justizvollzugsanstalten haben mit diesem Benefiz-Projekt Geschichte geschrieben. Von der großartigen Unterstützung sozialer Einrichtungen wie der unseren abgesehen, haben sie der Öffentlichkeit ein weiteres Mal Gelegenheit gegeben, wahrzunehmen, wie leidenschaftlich sich Insassen von Vollzugsanstalten ins Zeug legen, wenn man ihnen die Chance gibt, Gutes zu tun. Es hat schon etwas zu sagen, wenn Menschen, die selbst so gut wie kein Geld zur Verfügung haben, davon einen beträchtlichen Anteil spenden und sich dazu noch die Seele aus dem Leib laufen, weil sie dabei an die Kinder denken.
Ich bin, wie jedes der vergangenen Jahre, tief beeindruckt und freue mich, dass aus dieser Ursprungs-Idee von Harry Kern mit der diesjährigen Veranstaltung, unter der Beteiligung der anderen Einrichtungen, ein maßgebliches Zeichen gesetzt wurde, auf das sowohl das Justizministerium, als auch unsere Gesellschaft sehr stolz sein kann.

Es wäre zu hoffen, dass dieses eindrucksvolle Vorbild deutschlandweit Schule macht.“
Und hier noch der detaillierte Etappen-Bericht der Benefiz-Radtour von Simon Kaiser (Sportwissenschaftler JSA Schifferstadt)

ETAPPENSKIZZE
ETAPPENSKIZZE
1. ETAPPE - SCHIFFERSTADT-ZWEIBRÜCKEN
1. ETAPPE – SCHIFFERSTADT-ZWEIBRÜCKEN

Etappe 1: SCHIFFERSTADT-ZWEIBRÜCKEN
Mit 12 Personen startete die Benefizradtour 2016 ihre erste von acht Etappen von Schifferstadt nach Zweibrücken. 7 aktive Bedienstete, 2 Gefangene, 1 Ehemaliger, 1 Anstaltsbeirat und der ehemalige Radrennprofi Udo Bölts begaben sich gemeinsam um 9.30 Uhr an der JSA Schifferstadt auf die Tour, um Gelder für das Kinderhospiz Sterntaler und die Heart Racer Stiftung zu sammeln. Den Startschuss gab der Schifferstädter Anstaltsleiter, Herr Beyerle. 110 km lagen auf der ersten Strecke vor den Teilnehmern. Das Wetter konnte besser nicht sein und so ging es bei angenehmen 25° an der Weinstraße entlang, weiter unterhalb des Trifels vorbei in den Pfälzer Wald, die Rodalbe hinauf weiter bis nach Zweibrücken. Dabei begegneten wunderschöne Bäche, Wälder, Wiesen und idyllische Dorflandschaften. Udo Bölts war an diesem Tag gnädig eingestellt und passte sich nicht nur dem Tempo der Gruppe an, sondern unterstützte die beiden Gefangenen, die sichtlich zu kämpfen hatten mit den Herausforderungen der Strecke. In Zweibrücken angekommen wurden alle Tourteilnehmer herzlich empfangen von Bediensteten der JVA Zweibrücken. Herr Buchholz übergab symbolisch den Betrag von 1300€ an den Initiator der Benefizradtour und Sportbediensteten der JSA Schifferstadt, Harry Kern, der sich für die tatkräftige Unterstützung der Zweibrücker bedankte.

2. ETAPPE - ZWEIBRÜCKEN-TRIER
2. ETAPPE – ZWEIBRÜCKEN-TRIER

Etappe 2: ZWEIBRÜCKEN-TRIER
Nachdem man sich bei einem ordentlichen Frühstück gestärkt hatte, startete die zweite Etappe der Benefizradtour der Justizvollzugsanstalten im Rahmen des 25 jährigen Jubiläums der JSA Schifferstadt. 7 Bedienstete der JVA Zweibrücken verstärkten das Radfahrerlager und so standen insgesamt 15 Teilnehmer bei dieser Teilstrecke am Start. Um 9 Uhr ging es vor dem Anstaltsgelände los. An der Blies entlang fuhr man Richtung St. Ingbert. Die bekannte Mountainbike Marathon Strecke führte nach Saarbrücken an die Saar, die unsere Teilnehmer den Rest der Tagestour begleiten sollte. Vorbei kam man dabei am Saarstahlwerk, am Kraftwerk Fenne und zahlreichen, wunderschönen Naturschauplätzen. Die erste Panne der Benefiztour ereignete sich nach Saarlouis, wo der Schifferstädter Pensionär, Dieter Diehl, einen platten Reifen feststellte. Es sollte nicht sein letzter an diesem Tag bleiben. Denn nachdem der Reifen notdürftig geflickt wurde, verlor er weiterhin Luft. Mit mittlerweile einer Stunde Verzug kam man in Dillingen am Yachthafen an, wo die erste große Pause und Brotzeit anstand. Bernd Cebula, Bediensteter der JVA Zweibrücken, empfing die Gruppe im Bootshaus und versorgte sie mit Speisen und Getränken. Den beeindruckenden Saarlauf weiter folgend, ging es über Merzig nach Mettlach, wo das Panaroma der Saarschleife die Teilnehmer für ihre Mühen entlohnte. Und es hätte alles so schön enden können, wäre da nicht der nächste platte Reifen bei Dieter Diehl gewesen. Jetzt konnte nur noch das Begleitfahrzeug helfen, welches Herrn Diehl nach einer kleinen Wartezeit nach Trier eskortierte. Auch die Radfahrer absolvierten den letzten Abschnitt und kamen nach harten aber schönen 144 km an der JVA Trier an. Empfangen wurden sie vom Sportbediensteten der JVA Trier, Achim Roos, der sich um einen würdigen Empfang bei Essen und Trinken gekümmert hatte. Auch teilte er bereits mit, dass der zu spendende Betrag, der am nächsten Morgen von der Anstaltsleiterin, Frau Beckmann, übergeben werden sollte, vierstellig ausfallen würde. Der zu spendende Gesamtbetrag für das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen und für die Heartracer Stiftung von Katja Schumacher steigt damit weiter an, ganz zur Freude für alle Teilnehmer, vor allem Harry Kern, der Initiator der Benefiztour.

3. ETAPPE - TRIER-WITTLICH
3. ETAPPE – TRIER-WITTLICH


Etappe 3: TRIER-WITTLICH

Mit Begeisterung präsentierte Frau Beckmann, Anstaltsleiterin der JVA Trier, den Check über 2640€ und übergab diesen an Harry Kern, Initiator der Benefizradtour. Achim Roos, Sportbeamter aus Trier hatte kräftig die Werbetrommel gerührt und Turniere veranstaltet, um auf diesen hohen Spendenbetrag zu kommen.
Vor dem Anstaltstor versammelten sich um ca. 10.30 Uhr 16 Fahrerinnen und Fahrer, die gemeinsam die dritte Etappe der Benefizradtour der Justizvollzugsanstalten in Rheinland-Pfalz absolvieren wollten. Darunter 8 Teilnehmer der JVA Trier, die zum bestehenden Fahrerlager hinzukamen. Nach zuletzt langen und anstrengenden Strecken, stand nun eine etwas kürzere Route von 65km, Trier bis nach Wittlich, an. Besondere Attraktion an diesem Tag war eindeutig der Flusslauf der Mosel, der unsere Tagestour die meiste Zeit begleitete. Von Trier ging es zunächst nach Schweich, wo im Yachthafen eine kurze Pause eingelegt wurde. Anschließend durchfuhr man mehrere schöne Dörfer entlang der Mosel, z.B. Riol im Moseltal, welches eine tolle Kulisse bot. Man näherte sich den Hunsrücker Hängen. Richtung Rivenich wurde die Mosel verlassen und die letzten Meter bergauf nach Wittlich gemeistert. Um ca. 16 Uhr kamen alle Teilnehmer der Tagesetappe an der Justizvollzugsschule an, wo ein gemeinsames Essen von Gregor Veit und weiteren Bediensteten der JVA Wittlich organisiert wurde.

4. ETAPPE - WITTLICH-KOBLENZ
4. ETAPPE – WITTLICH-KOBLENZ

Etappe 4: WITTLICH-KOBLENZ
Schon früh am Morgen versammelten sich die Teilnehmer der vierten Tagesetappe der Benefizradtour der Justizvollzugsanstalten in Rheinland-Pfalz. Die Anstaltsleiter der Wittlicher Anstalten, Jörn Patzak und Otto Schmid übergaben den Scheck der gesammelten Gelder an Harry Kern, den Initiator der Tour und Sportbediensteten aus der JSA Schifferstadt. 27 Fahrer, darunter auch 3 Gefangene der JVA Wittlich, gingen an den Start, um für das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen sowie für blinde und behinderte Kinder durch die Heartracer Stiftung Gelder einzufahren. 110km an der wunderschönen Mosel entlang galt es an diesem sonnigen Montag zu absolvieren. Von Wittlich aus ging es durch Wiesenlandschaften nach Alf, wo sich die Fahrerinnen und Fahrer auf die Moselstrecke begaben. Der kurvenreiche Flusslauf der Mosel sowie zahlreiche Burgen und andere Sehenswürdigkeiten beeindruckten die Gruppe. Als besonderes Highlight an diesem Tag, begleitete die Tour ein Filmteam des SWR und nahm Aufnahmen von den Teilnehmern sowie Teilen der Strecke. Gesendet wird der Beitrag des SWR am Dienstag, 13.09.16, um 18.45 Uhr in der Landesschau Rheinland-Pfalz. Mit Applaus und einigen Bediensteten der JVA wurden wir in Koblenz herzlich empfangen. Die Anstaltsleiterin, Andrea Kästner, bedankte sich bei allen Teilnehmern sowie dem Organisator und Sportbeamten vor Ort, Martin Jochim und übergab den Spendenbetrag an Harry Kern. Eine weitere erfolgreiche Etappe ging zu Ende und der Gesamtbetrag erhöhte sich auf 4520€.

5. ETAPPE - KOBLENZ-DIEZ
5. ETAPPE – KOBLENZ-DIEZ

Etappe 5: KOBLENZ-DIEZ
Die fünfte Etappe der Benefizradtour startete nach einem ausgiebigen Frühstück am frühen Morgen in Richtung Diez. Die knapp 60km entlang der Lahn zugunsten des Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen und der Heartracer Stiftung wurden von insgesamt 20 Teilnehmern, darunter vier männlichen Gefangenen, eine weibliche Gefangene sowie sechs Bediensteten der JVA Koblenz, bewältigt. Von Koblenz aus ging es über Lahnstein, vorbei an der Ahler Schleuse in Richtung Bad Ems. Durch Nassau führte der Weg über das Kloster Arnstein zum nächsten Ort Obernhof, in dem die erste Pause zur Stärkung stattfand. Leichte Komplikationen gab es durch einen platten Reifen bei einem der teilnehmenden Gefangenen. Mit geflicktem Reifen und gestärkter Gruppe ging es über eine kurze Waldetappe nahe Geilnau wieder nahe der Lahn in Richtung Diez. Nach erfolgreich absolvierter Tour wurden die Fahrer vom stellvertretenden Anstaltsleiter Jürgen Thum, sowie dem Sportbediensteten Marco Lierath, der die Organisation für die JVA Diez übernahm, herzlich empfangen. Eine Stadtführung in Limburg durch den Vorsitzenden des Gefangenenfürsorgevereins Josef Weingarten rundete den Tag ab.

6. ETAPPE - DIEZ-ROHRBACH
6. ETAPPE – DIEZ-ROHRBACH

Etappe 6: DIEZ-ROHRBACH
Die Benefizradtour der Justizvollzugsanstalten in Rheinland-Pfalz startete am Mittwoch, 14.09.16, mit der sechsten Etappe, die von Diez nach Wöllstein (JVA Rohrbach) gehen sollte. Mit 13 Personen, davon 5 Bedienstete der JVA Diez, gingen die Fahrer an den Start. Der stellvertretende Anstaltsleiter, Jürgen Thum, und der Sportbedienstete, Marco Lierath, übergaben den Spendenbetrag von 2500€ zugunsten des Kinderhospiz Sterntaler und der Heartracer Stiftung an Harry Kern, den Initiator der Benefizradtour und Bediensteten der JSA Schifferstadt. Bei bestem Wetter verabschiedete man sich von Diez zunächst über Katzenellnbogen nach Bogel, wo eine kurze Rast anstand. Weiter ging es nach St. Goarshausen und mit der Fähre über den Rhein nach St. Goar zur schönen Loreley. Dem Rhein folgend fuhren die Fahrerinnen und Fahrer bis nach Bingen, wo die Nahe in den Rhein mündet. An der Nahe entlang setzte die Tour sich fort in Richtung Bad Kreuznach. Vor Bad Kreuznach verabschiedete man sich wieder von der Nahe und fuhr das letzte Stück des Weges durch Wälder und Wiesen bis nach Wöllstein, wo die JVA Rohrbach ansässig ist.
Die stellvertretende Anstaltsleiterin, Annabel Franzen, wartete zusammen mit dem Sportbediensteten Jorge Aranda vor der Eingangspforte und begrüßte die ankommenden Radfahrer. Nach einer gemeinsamen Gesprächsrunde in der JVA Rohrbach verabschiedeten sich die Diezer Kollegen wieder in Richtung Heimat und der Sportbedienstete Thorsten Moch begleitete die Schifferstädter Dauertourteilnehmer zu ihrem Quartier, wo ein würdiger Empfang stattfand.

7. ETAPPE - Rohrbach-Worms
7. ETAPPE – Rohrbach-Worms

Etappe 7: Rohrbach-Worms
Annabel Franzen, stellvertretende Anstaltsleiterin der JVA Rohrbach und Barbara Schafitel, stellvertretende Leiterin der JVA Ludwigshafen standen gemeinsam vor der rohrbacher Pforte, am Start der siebten Etappe der Benefizradtour, um gemeinsam mit allen Justizvollzugsanstalten in Rheinland-Pfalz Gelder für einen guten Zweck einzufahren. Die Schleuse öffnete sich und 25 Radfahrer, darunter auch 10 Gefangene und 7 Bedienstete der JVA Rohrbach, unter anderem die Regierungsrätin Frau Schafitel schwangen sich auf das Rad. 1000€ kamen in Rohrbach zusammen und erhöhten den Gesamtspendenbetrag auf mittlerweile 7300€. Die vorletzte Strecke der außergewöhnlichen Radtour betrug 45km und führte von Wöllstein über Armsheim, Gau-Odernheim, Bechtheim, Osthofen nach Worms in die Martinsgasse, wo die Jugendarrestanstalt Worms ihre Pforte öffnete und die vielen Teilnehmer der Etappe einfuhren. Empfangen wurden die Radfahrerinnen und Radfahrer von Edgar Guleritsch, Anstaltsleiter der JAA Worms. Markus Fröhlich, Bediensteter der JAA versorgte die Gäste mit reichlich Essen und Trinken.

8. ETAPPE - Worms-Ludwigshafen-Schifferstadt
8. ETAPPE – Worms-Ludwigshafen-Schifferstadt

Etappe 8: Worms-Ludwigshafen-Schifferstadt
Die Leiter der Behörden JAA Worms und JVA Schifferstadt, Edgar Guleritsch und Klaus Beyerle ließen es sich nicht nehmen, bei der letzten von acht Etappen, als Teilnehmer dabei zu sein. Als ausrichtende Anstalt der Benefizradtour, anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Jugendstrafanstalt in Schifferstadt, hatte Herr Beyerle natürlich ein besonderes Interesse die Veranstaltung zu unterstützen. Insgesamt 16 Personen, darunter 2 Arrestanten der Jugendarrestanstalt in Worms durchfuhren die Ausgangspforte der JAA und begaben sich auf den Weg in Richtung Ludwigshafen. Joachim Janke, Sozialarbeiter der JAA, führte die Gruppe über wunderschöne Radwege, parallel zum Rhein verlaufend zur JVA Ludwigshafen, wo bereits zahlreiche Bedienstete aus Ludwigshafen auf die Radfahrerinnen und Radfahrer warteten und diesen einen würdigen Empfang boten. Der Anstaltsleiter, Michael Händel und die Stellvertreterin, Barbara Schafitel, die bereits am Vortag die Etappe von Wöllstein nach Worms mitgefahren war, begrüßten die Teilnehmer und Herr Händel übergab die gesammelte Geldspende an den Initiator der Benefiztour, Harry Kern, Sportbediensteter der JSA Schifferstadt. Nach einer kurzen Stärkung der Radfahrer, öffneten sich die Schleusen der Ludwigshafener Anstalt wieder und man fuhr weiter bis nach Schifferstadt. 5 Gefangene der JVA Ludwigshafen und 2 Bedienstete verstärkten die Gruppe auf 23 Personen. Die letzten 20km standen an. Ein kleines Stück entlang des Rheins fuhr man letztlich durch den Schifferstädter Wald zur Jugendstrafanstalt. Ca. 30 Bedienstete der JSA bildeten hier eine Gasse und beklatschten und bejubelten die Einfahrt ihrer Kolleginnen und Kollegen sowie aller Tourteilnehmer.
Eine außergewöhnliche Radtour entlang aller Justizvollzugsanstalten in Rheinland-Pfalz fand nach insgesamt 690km ihr Ende. 69 Bedienstete und 27 Gefangene waren beteiligt. Ca. 9.000€ wurden bis hierhin eingesammelt.

9. ETAPPE - Ludwigshafen
9. ETAPPE – Ludwigshafen

ABSCHLUSSVERANSTALTUNG: 6. BENEFIZLAUF 2016
Den krönenden Abschluss der Benefizradtour bildete der sechste Benefizlauf der JSA Schifferstadt. Viele Läuferinnen und Läufer sowie Unterstützer und teilnehmende Gefangene waren gekommen, um gemeinsam für das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen und die Heartracer Stiftung Gelder zu erlaufen. Insgesamt 52 inhaftierte Jugendliche gingen an den Start. Zwei von ihnen liefen sogar über die Marathon Distanz von 42km bzw. 106 Runden. Einer der beiden stellte einen neuen Rekord auf mit 121 Runden. Begleitet wurde die Veranstaltung von der Band „Twisted Spoons“ aus Brühl, die sich bereit erklärt hatte kostenfrei das Benefizprojekt zu unterstützen. Stellvertretend für die in diesem Jahr verstorbenen Kinder der Sterntaler wurde eine Schweigeminute eingelegt und für jedes Kind ein Luftballon steigen gelassen. Anschließend übergab Harry Kern, Initiator des Benfizlaufs und der Benefizradtour den Spendenbetrag von 13.400€ an Linnford Nnoli, Pressesprecher
der Sterntaler, und Katja Schumacher, Gründungsmitglied der Heartracer Stiftung und
ehemalige Weltklasse-Triathletin. Beide bedankten sich für das große Engagement aller Beteiligten.

Der Justizvollzug in Rheinland-Pfalz erfüllte mit dieser Benefiztour gleich mehrere Aufträge in einem. Gemeinsam engagierten sich Bedienstete und Gefangene, Seite an Seite, für den guten Zweck, um benachteiligten Kindern und deren Familien zu helfen. Eine bessere Form der Resozialisierung gibt es nicht.

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