Die Kirche St. Medardus war ein würdiger Rahmen für das Wohltätigkeitskonzert zu Gunsten des Kinderhospizes Sterntaler. Eva Muy begrüßte die Anwesenden im Namen des Vorstandes. „Das Kinderhospiz in Dudenhofen ist die einzige stationäre Einrichtung in Rheinland-Pfalz und braucht dringen Hilfe“, erläuterte sie den Zuhörern die Bitte um eine Spende, die 1:1 an das Hospiz weiter geleitet wird. Geschätzte 300 Gäste waren gekommen. Die Bedeutung der Veranstaltung wurde durch die anwesenden Gäste aus der Politik und den Kirchen unterstrichen: Landrat Clemens Körner und Bürgermeister Hans Dieter Schneider, die katholischen Pfarrer Matt, Effler und Kaplan Jaimon und die Pfarrer Trautwein und Schipper von der protestantischen Kirche.
„Die biblische Weihnachtsgeschichte, in Liedern und Musik erzählt, das war schon länger mein Wunsch für einen Konzertabend“, erzählte Angelika Grothe, die Dirigentin und Initiatorin. Zu Beginn durften die Anwesenden mit dem Chor gemeinsam das Adventslied „Wachet auf, ruft uns die Stimme…“ singen. Von der Empore ertönte dann das Lied „Zion hört die Wächter singen“. (J.S.Bach) Vom Frauenchor gesungen und von Adrian Brecht an der Orgel begleitet.
Der Engel Gabriel grüßte die Jungfrau Maria mit den Worten: „ Ave Maria, gratia plena“. Dies ist auch der Titel einer 400 Jahre alten Volkweise, die von Solisten des Chores gesungen wurde. Anschließend erklang das Lied: „Übers Gebirge führt mich der Weg“. (R. Schweizer) Beide Musikstücke wurden einfühlsam am Klavier von Adrian Brecht und Jeanette Englmann auf der Geige begleitet.
Ein berührender Moment war der Gesang eines Schülers der Singschule, Felix Kalker (7 Jahre). Die erste Strophe von „Maria durch den Dornwald ging „ klang mit klarer, fester und heller Jungenstimme durch die große Kirche. Kein Wunder: Sein Spitzname ist „Goldkehlchen“! Singschule und Junger Chor trugen, vom Klavier begleitet, die anderen Strophen des wunderschönen Liedes vor.
Maria sagte: „Meine Seele preiset den Herrn“. Zu diesem Zitat aus der Bibel hatte die Chorleiterin das „Magnifcat“ (Satz von Alan Wilson) ausgewählt. Dem Kirchenchor von St. Medardus gelang eine überzeugende Interpretation dieses anspruchsvollen Werkes.
„O Bethlehem, du kleine Stadt“ eine alte Melodie aus England, vom Chor gesungen, passt exakt zu der Reise von Josef nach Bethlehem, er musste sich dort eintragen lassen. Nun war natürlich die Herbergssuche wichtig: „Wer klopfet an“? Nach einer Melodie aus Oberbayern. Dieses kleine Singspiel wurde von den Solisten des Chores vorgetragen. In der Herberge war kein Platz! Daher wurde jetzt das uralte Lied: „Josef lieber Josef mein“, von Solisten und Chor gesungen. „Stille Nacht, heilige Nacht“ in einer Bearbeitung von M. Schmoll und mit einer gefühlvollen Klavierbegleitung des Chores, war einfach ein Ohrenschmaus.
Die Hirten auf dem Felde wurden gerne in Liedern verewigt. So zum Beispiel in dem Stück für Klarinette (Volker Scheid) und Klavier: “Was soll das bedeuten“. Oder: „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ (M. Luther) wieder vom Chor gesungen. Die Hirten machten sich auf den Weg nach Bethlehem. Das wurde in dem Lied „ Kommet ihr Hirten“ (K. Riedel) deutlich. Chor, Klarinette, Klavier und Schlagwerk begleiteten die Hirten.
Mit dem Weihnachtswiegenlied (J. Rutter) wird klar, jetzt ist Christus geboren. Zart und empfindsam trug der Chor dieses schöne Lied vor. Kraftvoll und lautstark, wie vorher bei den Hirten, erschallte dann: “Gottes Sohn ist uns heut geborn“. (Lied aus Frankreich)
Mit dem Stück: „Drei Könige wandern aus Morgenland“(P. Cornelius) Solo und Klavier, geht die Weihnachtsgeschichte zu Ende. Zum Schluss noch ein großes Werk von Mendelssohn Bartholdy:
„Die Geburt Christi“:- Solo Rezitativ und Klavier: „Da Jesus geboren war“. Drei Könige, Männerterzett, „Wo ist der neugeborene König der Juden?“ Danach noch einmal der Chor mit: „Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen“. Ein Chorsatz, der den Sängerinnen und Sängern noch einmal alles abverlangte.
Stehend und anhaltend klatschte das Publikum nachdem der letzte Ton verklungen. Eva Muy bedankte sich besonders bei der Dirigentin Angelika Grothe: „Du hattest die Idee! Du hast durch dein „Netzwerk“ die jungen Solisten begeistert, die Singschule, den Jungen Chor und den Kirchenchor zu einem wundervollen, harmonischen Konzert zusammen geführt“. Die Vorsitzende bedankte sich bei allen fleißigen Helfern, den Sängerinnen und Sängern und bei Katharina Wagner, die den Bibeltext gesprochen hatte. Wieder brandete Beifall auf und so gab es eine Zugabe: „Joy to the world“ sangen und spielten Chor, Trompeten, Orgel und Schlagwerk.
Diesem Dank unserer geschätzten Sterntalerin Eva Muy schließen sich die Sterntaler im Namen der Sterntaler-Kinder und deren Familien ganz herzlich an. Vielen Dank für die wundervolle Veranstaltung und das große Engagement aller Protagonisten, Organisatoren, Helfern, Gästen und Unterstützern. Ein ergreifendes Event, das vielen Menschen noch lange in Erinnerung bleiben wird und dabei noch so viel Gutes bewirkt.
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