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24.07.2025 Uncategorized

Der lange Weg einer Vision zum Verein…

Der lange Weg einer Vision zum Verein…

Willkommen im so wichtigen und gerade heutzutage unentbehrlichen „Vereinsland“, liebe Feuerstreiter-Wegbegleiter, Sterntaler-Botschafter und Freunde unserer großen Sterntaler–Familie!

Wer denkt – „dürfte doch kein Problem sein, wenn man ausschließlich und uneigennützig Gutes tun will“, der kennt die tausend bürokratischen Hürden nicht,
die einen solchen Weg säumen. Auch die Sterntaler selbst mussten einst diesen steinigen Weg gehen und wissen es umso mehr zu schätzen, dass die Feuerstreiter-Wegbegleiter diese, sage und schreibe, DREIEINHALB Jahre durchgehalten haben, um zum offiziell eingetragenen und anerkannten Verein zu werden und nun tatsächlich, ohne ständige Komplikationen, Gutes tun zu „dürfen“.

Vereinsgründer und Vorsitzender Konstantin Braun betont dabei aber auch stets die umso positiveren Aspekte und die großartige Unterstützung und Motivation, die die „Feuerstreiter-Wegbegleiter“ sowohl von ihren Vorgesetzten als auch von deren gesamten Umfeld immer wieder erhalten haben.

Aber, wen wundert es, dass die Vereinsgründer:
Konstantin Braun, Manuel Schmidt und Pascal Dieffenbach sich nicht haben abschrecken lassen von den „Unwegsamkeiten“ der Bürokratie, wo sie doch zusammen mit 11 tapferen Wegbegleitern bereits 2019 ganze 11 Tage lang, bei ihrer legendären Alpenüberquerung in voller Dienstausrüstung, über 190 Kilometer und 19.500 Höhenmeter lang den Unbilden und heftigsten Herausforderungen der Natur getrotzt haben zum Wohle der Sterntaler-Kinder und deren Familien.
Kinobesucher in Mannheim, Bruchsal und Neustadt konnten diese beeindruckende Tour als großartigen Kinofilm genießen und schwärmen noch heute davon.

Geschäftsführerin Anja Hermann und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit Linnford Nnoli betonten bei dem wundervollen Sommerfest auf der Hauptfeuerwache Mannheim, wie dankbar das Kinderhospiz Sterntaler dafür ist, dass die „Feuerstreiter-Wegbegleiter“ auch diesen „Berg“ für die Sterntaler-Kinder und deren Familien erklommen haben!
„Wie wundervoll, dass Ihr die offizielle Vereinsgründung unmittelbar mit einem so wundervollen Sommerfest für diejenigen verbunden habt, für die sich Euer Verein engagieren wird. Unsere kleinen und großen Sterntaler sind begeistert!
Größter Dank gilt natürlich auch Euren Vorgesetzten und so engagiert unterstützenden Kolleginnen und Kollegen, die dieses besondere Ereignis auf diese Weise möglich gemacht haben und Andreas Herling, der die Vereinsgründung dreieinhalb Jahre begleitet und mit durchgefochten hat.
So haben unsere Kinder und Eltern nicht nur ganz Wesentliches darüber gelernt, was die Blaulichtfamilie tatsächlich jeden Tag leistet, dessen man sich, neben dem klar Ersichtlichen, gar nicht bewusst ist, sondern auch erleben dürfen, wie wichtig und wesentlich Kameradschaft, gegenseitige Verlässlichkeit und Durchhaltevermögen ist.“

Ein sehr gelungener, spannender, schöner und dazu auch noch lehrreicher Start für einen Verein, für den nicht nur die Sterntaler dankbar und sehr stolz sein dürfen.

Wer Euren Botschafterweg bislang verfolgt hat oder auch jene, die erst jetzt auf diesem Wege davon erfahren sollten, wird gewiss interessieren, wie Ihr das alles zustande gebracht habt.

Die ganze bewegende Geschichte dieser Vereinsgründung hier im persönlichen Interview mit Konstantin Braun.
Wir hoffen, es ermutigt viele andere Menschen, ihre Visionen, egal gegen welche Widerstände, durchzusetzen!

Konstantin Braun:

Zunächst ist es mir wichtig, all jenen zu danken, die unser Vorhaben so großartig unterstützt haben:

Maßgebliche Unterstützer des Festes, ohne die es schon gar nicht möglich gewesen wäre, sind die Feuerwehr Mannheim, die Freiwillige Feuerwehr Mannheim Abteilung Innenstadt und die Jugendfeuerwehr Mannheim.
Und natürlich alle drei Wachschichten der Hauptfeuerwache A, B, und C.
Hier natürlich ein ganz besonderer Dank nochmal an die Wachschicht A, die komplett “freiwillig“ hier den ganzen Tag zur Verfügung stand und für einen reibungslosen Veranstaltungsablauf sorgte.

Das Sommerfest wurde seit Anfang Februar geplant und dafür wurden natürlich auch viele Gespräche mit Sponsoren geführt.
Darunter die Brauerei Eichbaum, die uns mit Getränken, sowie Schenk- und Kühlwägen unterstützte. Weitere wichtige Sponsoren des Teams, die uns bereits seit 2019 unterstützen, waren Resys Energietechnik, Karcher – Dein Metzger und Gerweck – Markt für Obst und Gemüse.

Euch allen vielen Dank!

Aber nun zur Vereinsgründung:

Die Idee, aus der Alpenüberquerung und dem gesamten Projektumfeld mehr zu machen, entstand schon kurz nach der Alpenüberquerung im August 2019.
Im Nachgang war natürlich aber auch noch sehr viel los (Presse- Kino- und sonstige Auftritte), sodass wir leider erst ein Jahr später, und das mitten in der Corona-Phase, das Thema angehen konnten.
Einem damaligen Sponsor berichtete ich von meiner Idee, einen Verein gründen zu wollen, um alles noch transparenter abbilden zu können.
Dieser erzählte es wiederum seinem Steuerberater.
Der Steuerberater (Andreas Herling):
„Das klingt nach einer großartigen Fügung…
Wir suchen nach einem würdigen Nachfolger für unseren Verein mit dem Ziel, Gutes zu tun. Da sind Konten, Gelder und alle Eintragungen die man dafür braucht.

Da schienen wir eindeutig die „Gesuchten“ zu sein und haben begeistert eingeschlagen. 😉 Besonderen Dank an dieser Stelle, lieber Andreas!
Dein Support über diese dreieinhalb Jahre des gesamten Prozedere war von unschätzbarem Wert und ich wünsche jedem, der Gutes tun will, einen Mitstreiter und Wegbereiter wie Dich.

Andreas Herling, 1. Vorsitzender des Ski Club Karlsdorf-Neuthard (bei Bruchsal) war jahrelanges Mitglied und zuletzt auch das letzte Jahrzehnt 1. Vorstand bei dem in den 80er Jahren gegründeten Verein.
Da die Jugendarbeit im Verein aber immer weniger wurde, beschloss man, den Verein stillzulegen.
Sie suchten nach geeigneten Projekten, an die sie den Verein weitergeben konnten, da sie das Vereinsvermögen nicht einfach nur an „irgendetwas“ spenden wollten und damit den Verein hätten auflösen müssen. Er sollte möglichst unter neuem Namen ehrenvoll und sinnstiftend weitergeführt werden.
Und so kamen nun die „Feuerstreiter-Wegbegleiter“ ins Spiel…

Unkompliziert gedacht. Wir machen aus Ski-Club Karlsdorf-Neuthard e.V.
den Feuerstreiter-Wegbegleiter e.V.
Registernummern, Konten und alles was dazu gehört bleiben gleich.
Es ändert sich lediglich die Vorstandschaft und der Name des Vereins.

Die deutsche Bürokratie sah das leider anders:
Unzählige Unterschriften, Umschreibungen, Vollmachten, Satzungsänderungen, Gemeinnützigkeitsnachweise, virtuelle Mitgliederversammlungen und damit einhergehende Androhungen und Bußgeldfestsetzungen mussten nun wöchentlich bearbeitet werden. Zur Unterstützung hatten wir zum Glück eine Rechtsanwaltskanzlei aus Bensheim, die das alles ehrenamtlich bearbeitet hat. Wenn wir das nicht gehabt hätten, wäre vermutlich da schon das Vereinsvermögen und einiges mehr aufgebraucht worden…

Aber es ging weiter…
Schien das eine Problem gelöst, entstanden von Amtswegen zwei weitere.
Man suchte bedauerlicherweise nicht nach Lösungen, sondern vielmehr nach Problemen… Wohlbemerkt wollten wir kein profitables Unternehmen gründen, wir wollten uns einfach nur weiterhin sozial engagieren – ohne jeden Eigennutz und zum ausschließlichen Wohle der Sterntaler-Kinder und deren Familien!
WARUM WIRD ES EINEM SO SCHWER GEMACHT, HELFEN ZU WOLLEN?

Ich gestehe:
Unter diesen Umständen war ich selbst ein paar Mal kurz davor, aufzugeben…
Aber schlussendlich hat es sich dann natürlich doch gelohnt, einen langen Atem zu haben…
Die ganzen Verfahren zogen sich tatsächlich von Anfang 2021 bis Oktober 2024.
Dann erfolgte endlich eine Eintragung ins Registergericht.
Doch das war keineswegs das Erlangen dieses inzwischen scheinbar kaum erreichbaren Ziels…
Es erfolgten Satzungsänderungen, Gemeinnützigkeitsnachweise und selbstverständlich auch wieder Androhungen und Bußgeldfestsetzungen…
Für einen Verein, den andere längst schon nicht mehr hätten gründen wollen und nachvollziehbarerweise auch längst nicht mehr gegründet hätten!

Im April 2025 war es dann soweit, es war ALLES erledigt, jede noch so schräge Anforderung erfüllt und alle potenziellen Vereinsmitglieder am Ende ihrer Nerven und ihres Glaubens!
Selbstverständlich bin ich davon ausgegangenen, dass sich eine weiter Falltür öffnen würde…
Aber siehe da – es geschehen doch noch Zeichen und Wunder:
Nach DREIEINHALB Jahren bestätigte uns das Registergericht tatsächlich unsere Legitimation, nun offiziell Gutes tun zu dürfen!

Ob das der Epilog dieser Reise ist?
Selbstverständlich nicht!

Denn das Finanzamt hat ja auch noch mitzureden und wiederum andere Vorstellungen von einer Satzung, die nun erst DREIEINHALB Jahre den diversen Anforderungen angepasst wurden.
Aber auch das haben Andreas und ich noch mit letzten vereinten Kräften gestemmt.
Andreas stand mir zum Glück die ganze Zeit mit Rat und Tat und natürlich mit seinem Knowhow und seinen Kontakten zur Seite.

Und so konnten wir tatsächlich am Freitag vor dem von uns und der Hauptfeuerwache Mannheim für die Sterntaler-Kinder und deren Familien ausgerichteten Sommerfest offiziell verkünden:

JA! Die Feierstreiter-Wegbegleiter sind nicht nur die Botschafter unserer Sterntaler-Kinder und deren Familien… Nun sind wir auch eingetragener Verein, dem offiziell „erlaubt ist“ Gutes zu tun.

Es war sehr schön, dieses Glück mit all den kleinen und großen Sterntalern feiern zu können.“

Die Sterntaler sagen VIELEN DANK, lieber Konsi (Konstantin Braun), lieber Andreas Herling und an alle Feuerstreiter-Wegbegleiter e.V. Mitglieder, dass Ihr so viel Durchhaltevermögen gezeigt habt!
Wir wünschen uns das für alle anderen Menschen und Instanzen, die damit jemals konfrontiert sein werden.
Entgegen aller Logik wird es einem nicht leichtgemacht, Gutes zu tun. LEIDER!
Aber entgegen aller Hoffnungslosigkeit gibt es Menschen wie Euch, die das scheinbar Unmögliche immer wieder möglich und zur segensreichen Realität machen.

Eure Sterntaler

 

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